Lösemittelaufbereitung für die Industrie – Destillation und Rückgewinnung gebrauchter Lösemittel
Gebrauchte oder verunreinigte Lösemittel müssen nicht zwangsläufig entsorgt werden. Je nach Zusammensetzung, Verschmutzungsgrad und Qualitätsanforderung können geeignete Lösemittelströme durch Destillation und gezielte Aufbereitung zurückgewonnen und erneut für industrielle Anwendungen eingesetzt werden.
GIO-CHEM unterstützt Industrieunternehmen bei der Lösemittelaufbereitung, Destillation und Rückgewinnung gebrauchter Lösemittel. Ziel ist es, wertvolle Rohstoffe möglichst lange im Produktionskreislauf zu halten, den Bedarf an Frischlösemitteln zu reduzieren und gleichzeitig Entsorgungsmengen sowie damit verbundene Kosten zu senken.
Dabei betrachten wir nicht nur den zu destillierenden Stoff, sondern den gesamten Prozess: von der Zusammensetzung und Verunreinigung des eingesetzten Lösemittels über die erforderliche Qualität des Regenerats bis zur möglichen Wiederverwendung innerhalb des Produktionsprozesses.
Gebrauchte Lösemittel aufbereiten statt entsorgen
Lösemittel werden in zahlreichen industriellen Prozessen eingesetzt – beispielsweise zur Reinigung und Entfettung, bei der Herstellung von Farben und Lacken, in Beschichtungsprozessen, bei Druckverfahren, in Klebstoffsystemen, bei chemischen Synthesen oder zur Reinigung von Produktionsanlagen. Während des Einsatzes nehmen die Lösemittel häufig Fremdstoffe auf. Dazu können unter anderem Öle, Fette, Harze, Lackbestandteile, Pigmente, Polymere, Feststoffe, Wasser, Produktionsrückstände oder andere organische Verbindungen gehören.
Das Lösemittel verliert dadurch möglicherweise seine ursprüngliche Spezifikation, ist chemisch jedoch nicht zwangsläufig vollständig unbrauchbar. Genau hier setzt die industrielle Lösemittelaufbereitung an.
Durch geeignete Trenn- und Destillationsverfahren können verwertbare Lösemittelbestandteile von unerwünschten Verunreinigungen getrennt werden. Das zurückgewonnene Destillat kann – abhängig von erreichbarer Reinheit und den Anforderungen des jeweiligen Prozesses – erneut verwendet oder einer anderen geeigneten Nutzung zugeführt werden.
Damit wird aus einem gebrauchten Lösemittelstrom wieder ein nutzbarer Rohstoff.
Was versteht man unter Lösemittelaufbereitung?
Unter Lösemittelaufbereitung versteht man die technische Behandlung gebrauchter oder verunreinigter Lösemittel mit dem Ziel, einen möglichst hohen Anteil des eingesetzten Lösemittels zurückzugewinnen.
Eine der wichtigsten Methoden hierfür ist die Destillation von Lösemitteln.
Die Trennung beruht dabei auf unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften der im Gemisch enthaltenen Komponenten, insbesondere ihrem Verdampfungs- und Siedeverhalten.
Das Lösemittel wird kontrolliert verdampft, anschließend kondensiert und als Destillat aufgefangen. Schwerer flüchtige beziehungsweise nicht flüchtige Verunreinigungen können dabei ganz oder teilweise im Destillationsrückstand verbleiben.
Je nach Stoffsystem können weitere Aufbereitungsschritte erforderlich sein. Das Ergebnis ist ein aufbereitetes Lösemittel beziehungsweise Lösemittelregenerat, dessen Eignung für eine erneute Verwendung anhand der jeweiligen Qualitätsanforderungen beurteilt werden kann.
Welche verunreinigten Lösemittel eignen sich für eine Destillation?
In industriellen Prozessen entstehen sehr unterschiedliche Arten gebrauchter Lösemittel.
Typische Stoffströme können beispielsweise aus Anlagenreinigung, Teileentfettung, Lack- und Beschichtungsprozessen, Spülvorgängen, Druckprozessen, Produktionsreinigung oder chemischer Verarbeitung stammen.
Die enthaltenen Verunreinigungen bestimmen maßgeblich, welches Aufbereitungsverfahren geeignet ist und welche Qualität des zurückgewonnenen Lösemittels erreicht werden kann.
Zu den möglichen Verunreinigungen zählen unter anderem:
- Öle und Fette
- Harze und Bindemittel
- Lack- und Farbrückstände
- Pigmente und Feststoffe
- Polymerbestandteile
- hochsiedende organische Rückstände
- Produktionsrückstände
- Wasser
- Fremdlösemittel und weitere organische Komponenten
Vor der eigentlichen Aufbereitung muss deshalb geklärt werden, welche Komponenten im gebrauchten Lösemittel enthalten sind und welche davon abgetrennt werden sollen.
Lösemittelaufbereitung durch Destillation
Die Destillation gehört zu den etablierten Verfahren zur Rückgewinnung organischer Lösemittel.
Entscheidend für eine erfolgreiche Aufbereitung ist jedoch nicht allein die Frage, ob sich ein Lösemittel verdampfen lässt. Vielmehr müssen Zusammensetzung, Verunreinigungen, Siedebereiche, thermische Stabilität und die Anforderungen an das spätere Destillat gemeinsam betrachtet werden.
Je nach Stoffstrom können unterschiedliche destillationstechnische Bedingungen erforderlich sein. Bei temperaturempfindlichen Systemen kann beispielsweise eine Destillation unter reduziertem Druck sinnvoll sein, während andere Lösemittelströme unter normalen Druckbedingungen aufbereitet werden können.
Bei komplexeren Lösemittelgemischen kann zudem eine weitergehende Trennung verschiedener Fraktionen erforderlich werden. Die Wahl des geeigneten Verfahrens richtet sich deshalb immer nach dem konkreten Lösemittelstrom.
Welche Lösemittel können aufbereitet werden?
Ob ein gebrauchtes Lösemittel für eine Destillation oder Wiederaufbereitung geeignet ist, muss individuell geprüft werden.
Grundsätzlich können verschiedene organische Lösemittel und Lösemittelgemische für eine Rückgewinnung infrage kommen. Dazu gehören – abhängig von Zusammensetzung und Verunreinigung – beispielsweise Alkohole, Ketone, Ester, bestimmte Kohlenwasserstoffe sowie verschiedene Reinigungs- und Prozesslösemittel.
Auch Lösemittelgemische können grundsätzlich interessant sein. Hier ist jedoch entscheidend, ob sich die enthaltenen Komponenten aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften ausreichend voneinander beziehungsweise von den vorhandenen Verunreinigungen trennen lassen.
Nicht jeder gebrauchte Lösemittelstrom lässt sich wirtschaftlich oder technisch sinnvoll aufbereiten. Deshalb steht bei GIO-CHEM zunächst die Bewertung des konkreten Lösemittelstroms im Mittelpunkt.
Von verunreinigtem Lösemittel zum Lösemittelregenerat
Eine professionelle Lösemittelaufbereitung beginnt nicht erst mit der Destillation.
1. Bewertung des Lösemittelstroms
Zu Beginn betrachten wir die Zusammensetzung des gebrauchten Lösemittels sowie dessen Herkunft und Einsatzbereich. Relevant sind beispielsweise das ursprünglich eingesetzte Lösemittel, mögliche Fremdstoffe, Verschmutzungsgrad, Wasseranteil, Feststoffbelastung und die während des Produktionsprozesses eingetragenen Stoffe.
2. Definition der gewünschten Qualität
Nicht jede Anwendung stellt dieselben Anforderungen an ein aufbereitetes Lösemittel.
Während ein Regenerat für einen Reinigungsprozess möglicherweise andere Spezifikationen erfüllen darf, können Produktionsprozesse deutlich engere Qualitätsgrenzen verlangen.
Deshalb muss vor der Aufbereitung geklärt werden, welche Eigenschaften das zurückgewonnene Lösemittel für die geplante Wiederverwendung besitzen muss.
3. Auswahl des geeigneten Aufbereitungsverfahrens
Auf Grundlage des Stoffsystems wird geprüft, mit welchem Verfahren die gewünschten Komponenten möglichst effizient zurückgewonnen werden können. Dabei spielen unter anderem Siedeverhalten, Siedebereiche, Konzentrationen, thermische Stabilität und Art der Verunreinigungen eine Rolle.
4. Destillation und Stofftrennung
Im Destillationsprozess werden verdampfbare Lösemittelbestandteile von schwerer flüchtigen beziehungsweise nicht flüchtigen Komponenten getrennt. Das verdampfte Lösemittel wird anschließend kondensiert und als Destillat zurückgewonnen.
5. Bewertung des Destillats
Je nach Anwendung können anschließend relevante Qualitätsparameter des zurückgewonnenen Lösemittels geprüft werden. Dazu können beispielsweise Reinheit, Wassergehalt, Dichte, Siedebereich oder weitere anwendungsspezifische Parameter gehören.
6. Wiederverwendung oder weitere Verwendung
Erfüllt das aufbereitete Lösemittel die erforderlichen Qualitätskriterien, kann eine erneute Nutzung innerhalb des Produktionsprozesses oder in einer geeigneten alternativen Anwendung geprüft werden. So kann ein geschlossener oder zumindest deutlich verlängerter Stoffkreislauf entstehen.
Vorteile einer professionellen Lösemittelaufbereitung
Weniger Verbrauch von Frischlösemitteln
Kann ein aufbereitetes Lösemittel wieder eingesetzt werden, reduziert sich der Bedarf an neu beschaffter Ware entsprechend. Gerade bei regelmäßig anfallenden Lösemittelströmen kann dies wirtschaftlich interessant sein.
Reduzierung von Entsorgungsmengen
Ein verwertbarer Anteil des gebrauchten Lösemittelstroms muss nicht unmittelbar als Abfall verloren gehen, sondern kann durch Aufbereitung zurückgewonnen werden.
Schonung von Ressourcen
Die Wiederverwendung bereits eingesetzter Rohstoffe unterstützt das Prinzip der Kreislaufwirtschaft und reduziert den Bedarf an neu produzierten Lösemitteln.
Potenzielle Kostenvorteile
Abhängig von Lösemittel, Menge und Aufbereitungsergebnis können geringere Beschaffungs- und Entsorgungskosten entstehen.
Stärkere Unabhängigkeit bei der Rohstoffversorgung
Die Rückführung geeigneter Lösemittelregenerate kann den Bedarf an externer Frischware reduzieren und dadurch einen zusätzlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten.
Nachhaltigere Produktionsprozesse
Lösemittelaufbereitung kann dazu beitragen, industrielle Stoffkreisläufe effizienter zu gestalten und die Ressourcennutzung innerhalb bestehender Prozesse zu verbessern.
Lösemittelrückgewinnung für industrielle Produktionsprozesse
Die Rückgewinnung gebrauchter Lösemittel kann insbesondere für Unternehmen interessant sein, die regelmäßig größere Mengen an Lösemitteln einsetzen.
Statt gebrauchte Lösemittel ausschließlich einer Entsorgung zuzuführen und gleichzeitig kontinuierlich Frischware einzukaufen, kann geprüft werden, ob ein Teil des eingesetzten Materials durch Lösemittelaufbereitung wieder in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden kann.
Dadurch können sich mehrere wirtschaftliche und ökologische Vorteile ergeben.
Die tatsächliche Wirtschaftlichkeit hängt jedoch immer vom konkreten Stoffstrom ab. Entscheidend sind unter anderem Menge, Lösemittelwert, Verschmutzungsgrad, erreichbare Rückgewinnung, Transportaufwand, Aufbereitungskosten und die erforderliche Qualität des Regenerats.
Eine pauschale Aussage ist deshalb nicht sinnvoll. GIO-CHEM betrachtet die jeweilige Anwendung individuell.
Lösemittelaufbereitung und Kreislaufwirtschaft
Eine nachhaltigere Chemie beginnt nicht ausschließlich bei der Auswahl neuer Rohstoffe.
Ebenso entscheidend ist die Frage, wie lange bereits eingesetzte Rohstoffe innerhalb eines technischen Kreislaufs genutzt werden können.
Lösemittel eignen sich hierfür grundsätzlich besonders gut, wenn ihre physikalischen Eigenschaften eine technisch und wirtschaftlich sinnvolle Rückgewinnung ermöglichen.
Anstatt ausschließlich nach dem linearen Prinzip
Einkauf → Verwendung → Entsorgung
zu arbeiten, kann durch Lösemittelaufbereitung ein Kreislauf entstehen:
Einkauf → Verwendung → Rückgewinnung → Aufbereitung → Qualitätsprüfung → Wiederverwendung
Das Ziel ist dabei nicht Recycling um jeden Preis. Die Aufbereitung muss sowohl technisch funktionieren als auch hinsichtlich Qualität, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit sinnvoll sein.
Lohndestillation von Lösemitteln
Für Unternehmen, die regelmäßig gebrauchte Lösemittelströme erzeugen, kann eine externe Lohndestillation beziehungsweise Lohnaufbereitung eine interessante Alternative zur eigenen Aufbereitungstechnik darstellen. Dabei werden geeignete Lösemittelströme zur Aufbereitung übernommen und durch abgestimmte Destillationsverfahren behandelt.
Im Mittelpunkt steht die möglichst weitgehende Rückgewinnung des verwertbaren Lösemittelanteils. Ob eine chargenbezogene Aufbereitung, eine stoffstrombezogene Lösung oder ein anderes Aufbereitungskonzept sinnvoll ist, hängt von Menge, Zusammensetzung und den gewünschten Qualitätsanforderungen ab.
GIO-CHEM prüft gemeinsam mit Ihnen, welche Lösung für Ihren Prozess geeignet ist.
Aufbereitung von Lösemittelgemischen
Industriell eingesetzte Lösemittel bestehen nicht immer aus einem einzelnen Stoff.
In zahlreichen Anwendungen werden Mischungen verschiedener Lösemittel eingesetzt oder es entstehen während des Prozesses Mischungen aus Ausgangslösemittel, Fremdstoffen und weiteren organischen Komponenten.
Die Aufbereitung solcher Lösemittelgemische kann anspruchsvoller sein als die Destillation eines einzelnen Stoffes. Entscheidend sind unter anderem die jeweiligen Siedebereiche und Konzentrationen sowie mögliche Wechselwirkungen zwischen den Komponenten.
Besonders bei ähnlich siedenden Komponenten oder speziellen Gemischsystemen kann die Trennung technisch begrenzt sein. Deshalb prüfen wir nicht pauschal, ob „ein Lösemittel“ destilliert werden kann, sondern betrachten die gesamte Zusammensetzung des Stoffstroms.
Für welche Branchen eignet sich die Lösemittelaufbereitung?
Die Aufbereitung gebrauchter Lösemittel kann für zahlreiche industrielle Bereiche interessant sein. Dazu gehören insbesondere Unternehmen aus der chemischen Industrie und Spezialchemie, Farben- und Lackindustrie, Oberflächenbehandlung, Metallverarbeitung, Maschinenbau, Druckindustrie, Klebstoffherstellung, Kunststoffverarbeitung, Reinigungsmittelindustrie und weiteren produzierenden Branchen mit regelmäßigem Lösemittelverbrauch.
Typische Anwendungen sind beispielsweise die Reinigung von Anlagen und Produktionsmaschinen, Teileentfettung, Spülprozesse, Lack- und Beschichtungsprozesse, Herstellung chemischer Formulierungen sowie Prozesse, bei denen Lösemittel als Träger-, Reinigungs- oder Prozessmedium eingesetzt werden.
Ob eine Aufbereitung sinnvoll ist, hängt dabei weniger von der Branche als vom konkreten Stoffstrom ab.
Wann lohnt sich eine Lösemittelaufbereitung?
Die Wirtschaftlichkeit einer Lösemittelaufbereitung wird von mehreren Faktoren beeinflusst.
Eine Aufbereitung kann insbesondere dann interessant sein, wenn regelmäßig größere Mengen eines definierten Lösemittels oder Lösemittelgemisches anfallen, der Anteil rückgewinnbarer Bestandteile ausreichend hoch ist und das zurückgewonnene Destillat erneut genutzt werden kann.
Auch der Beschaffungspreis des eingesetzten Lösemittels spielt eine wichtige Rolle. Je wertvoller der Rohstoff und je höher die regelmäßig eingesetzte Menge, desto interessanter kann eine Rückgewinnung werden.
Demgegenüber können geringe Mengen, sehr komplexe Mischungen, stark wechselnde Zusammensetzungen oder schwer trennbare Verunreinigungen die Wirtschaftlichkeit reduzieren.
Deshalb sollte jeder Stoffstrom individuell bewertet werden.
Nicht jedes Lösemittel lässt sich sinnvoll recyceln
Eine seriöse Lösemittelaufbereitung bedeutet auch, technische Grenzen zu erkennen.
Bestimmte Stoffgemische können aufgrund ähnlicher Siedepunkte, azeotroper Eigenschaften, chemischer Reaktionen, thermischer Empfindlichkeit oder einer ungünstigen Zusammensetzung schwierig zu trennen sein. Auch eine sehr hohe Verunreinigung oder eine große Anzahl unterschiedlicher Komponenten kann die Rückgewinnung erschweren.
Eine Destillation führt deshalb nicht automatisch bei jedem Lösemittelstrom zu einem Regenerat in Neuwarenqualität.
Entscheidend ist vielmehr die Frage:
Welche Qualität lässt sich technisch erreichen – und reicht diese Qualität für die geplante Wiederverwendung aus?
Genau diese Betrachtung ist für eine wirtschaftlich und technisch sinnvolle Lösemittelaufbereitung entscheidend.
Lösemittelaufbereitung, Rohstoffversorgung und Stoffsubstitution zusammendenken
GIO-CHEM betrachtet Lösemittel nicht isoliert. Als Unternehmen für Spezialchemie beschäftigen wir uns sowohl mit industriellen Lösemitteln und Chemierohstoffen als auch mit Stoffsubstitution, Produktentwicklung und chemisch-technischen Fragestellungen.
Dadurch können unterschiedliche Lösungswege miteinander verbunden werden.
Ist ein eingesetztes Lösemittel gut aufbereitbar, kann die Rückgewinnung ein sinnvoller Ansatz sein. Ist die Aufbereitung technisch oder wirtschaftlich problematisch, kann geprüft werden, ob ein anderes Lösemittel beziehungsweise ein alternatives Lösemittelsystem besser für den Prozess geeignet ist.
Bei Bedarf können auch Möglichkeiten zur Substitution kritischer oder regulatorisch problematischer Lösemittel betrachtet werden. So entsteht eine über die reine Entsorgung hinausgehende Betrachtung des gesamten Lösemittelkreislaufs.
Warum GIO-CHEM für die Lösemittelaufbereitung?
Chemisches Verständnis statt reiner Entsorgungsbetrachtung
Im Mittelpunkt steht für uns nicht ausschließlich die Frage, wie ein gebrauchter Lösemittelstrom behandelt werden kann. Wir betrachten auch dessen chemische Zusammensetzung, die Anforderungen des ursprünglichen Produktionsprozesses und die mögliche zukünftige Nutzung des Regenerats.
Individuelle Bewertung des Stoffstroms
Lösemittelströme unterscheiden sich erheblich. Deshalb betrachten wir Zusammensetzung, Verunreinigung, Mengen und gewünschte Qualität individuell.
Erfahrung mit industriellen Lösemitteln
Als Anbieter von Chemierohstoffen, Spezialchemikalien und Lösemitteln kennen wir sowohl die Rohstoffseite als auch zahlreiche industrielle Anwendungen.
Kombination verschiedener Kompetenzen
Aufbereitung, Lösemittelbeschaffung, Stoffsubstitution, Chemieberatung und technische Produktentwicklung können bei Bedarf gemeinsam betrachtet werden.
B2B-orientierte Lösungen
Unsere Leistungen richten sich gezielt an Industrieunternehmen, produzierendes Gewerbe und gewerbliche Anwender mit chemisch-technischen Aufgabenstellungen.
Lösemittelaufbereitung mit GIO-CHEM – so starten Sie
Sie verfügen über gebrauchte, verunreinigte oder nicht mehr spezifikationsgerechte Lösemittel und möchten prüfen, ob eine Aufbereitung möglich ist?
Für eine erste Bewertung helfen Informationen über das eingesetzte Lösemittel beziehungsweise Lösemittelgemisch, die ungefähre Zusammensetzung, bekannte Verunreinigungen, die regelmäßig anfallende Menge, die bisherige Anwendung und die gewünschte Nutzung des zurückgewonnenen Lösemittels.
Auf dieser Grundlage kann geprüft werden, ob eine Destillation beziehungsweise weitergehende Aufbereitung technisch sinnvoll erscheint.
Sprechen Sie mit uns über Ihren Lösemittelstrom.
Gemeinsam prüfen wir Möglichkeiten zur Destillation, Aufbereitung und Rückgewinnung.
Häufige Fragen zur Lösemittelaufbereitung
Was ist Lösemittelaufbereitung?
Bei der Lösemittelaufbereitung werden gebrauchte oder verunreinigte Lösemittel behandelt, um verwertbare Lösemittelbestandteile zurückzugewinnen. Ein wichtiges Verfahren hierfür ist die Destillation.
Wie funktioniert die Destillation von Lösemitteln?
Bei der Destillation wird das Lösemittel verdampft und anschließend wieder kondensiert. Unterschiedliches Verdampfungs- und Siedeverhalten ermöglicht die Trennung des Lösemittels von bestimmten Verunreinigungen oder anderen Komponenten.
Welche Lösemittel können aufbereitet werden?
Grundsätzlich kommen verschiedene organische Lösemittel und Lösemittelgemische infrage. Ob eine Aufbereitung technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt unter anderem von Zusammensetzung, Verunreinigung, Siedeverhalten, Menge und gewünschter Qualität des Regenerats ab.
Können auch stark verunreinigte Lösemittel destilliert werden?
Das hängt von Art und Umfang der Verunreinigungen ab. Öle, Harze, Lackbestandteile, Pigmente, Feststoffe oder hochsiedende Rückstände können sich teilweise gut vom eigentlichen Lösemittel trennen lassen. Jeder Stoffstrom muss jedoch individuell bewertet werden.
Können Lösemittelgemische aufbereitet werden?
Ja, grundsätzlich können auch Lösemittelgemische für eine Aufbereitung infrage kommen. Die technische Machbarkeit hängt insbesondere von Zusammensetzung und Siedeverhalten der enthaltenen Komponenten ab.
Was ist ein Lösemittelregenerat?
Als Lösemittelregenerat wird ein durch Aufbereitung zurückgewonnenes Lösemittel bezeichnet. Abhängig von Qualität und Spezifikation kann dieses erneut in industriellen Prozessen eingesetzt werden.
Erreicht aufbereitetes Lösemittel wieder die Qualität von Neuware?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Die erreichbare Qualität hängt vom Ausgangsmaterial, den enthaltenen Verunreinigungen, dem Aufbereitungsverfahren und der gewünschten Spezifikation ab. Entscheidend ist, ob das Regenerat die technischen Anforderungen der vorgesehenen Anwendung erfüllt.
Wann lohnt sich Lösemittelaufbereitung wirtschaftlich?
Besonders interessant kann eine Aufbereitung bei regelmäßig anfallenden, definierten Lösemittelströmen mit einem ausreichend hohen rückgewinnbaren Anteil sein. Auch Lösemittelwert, Menge, Entsorgungskosten und Wiederverwendungsmöglichkeiten beeinflussen die Wirtschaftlichkeit.
Was ist der Unterschied zwischen Lösemittelaufbereitung und Lösemittelrecycling?
Die Begriffe werden häufig ähnlich verwendet. Lösemittelrecycling beschreibt allgemein die Rückgewinnung und erneute Nutzung gebrauchter Lösemittel. Unter Lösemittelaufbereitung wird stärker der technische Prozess verstanden, mit dem ein verunreinigtes Lösemittel – beispielsweise durch Destillation – wieder für eine Nutzung vorbereitet wird.
Was versteht man unter Lohndestillation?
Bei einer Lohndestillation wird ein gebrauchter Lösemittelstrom im Auftrag eines Unternehmens aufbereitet. Ziel ist es, verwertbare Lösemittelbestandteile zurückzugewinnen und – sofern technisch möglich und vorgesehen – wieder nutzbar zu machen.
Kann aufbereitetes Lösemittel wieder in den ursprünglichen Produktionsprozess zurückgeführt werden?
Das ist möglich, sofern die erreichte Qualität des Regenerats die Anforderungen des jeweiligen Produktionsprozesses erfüllt. Die technische Eignung sollte daher vor einer dauerhaften Rückführung geprüft werden.
Welche Informationen benötigt GIO-CHEM für eine erste Prüfung?
Hilfreich sind Angaben zum verwendeten Lösemittel beziehungsweise Lösemittelgemisch, zur Herkunft des Stoffstroms, zu bekannten Verunreinigungen, zur ungefähr anfallenden Menge und zur gewünschten Verwendung des zurückgewonnenen Lösemittels.


